{"id":14,"date":"2012-09-21T06:46:51","date_gmt":"2012-09-21T04:46:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.graphorama.de\/blog\/?p=14"},"modified":"2018-05-20T23:07:34","modified_gmt":"2018-05-20T21:07:34","slug":"vom-mobilen-rutschen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.graphorama.de\/blog\/vom-mobilen-rutschen\/","title":{"rendered":"Vom mobilen Rutschen \u2026"},"content":{"rendered":"<p>Wie abh\u00e4ngig man von einigen Dingen ist, merkt man bekanntlich erst, wenn sie mal nicht mehr da sind. Eines dieser Dinge ist bei mir das Internet auf meinem Handy. Normalerweise genie\u00dfe ich es, bei kurzen Aufenthalten hinter der Grenze, mal Ruhe vom lauten Netz zu haben \u2013 oder rede es mir zumindest ein. Doch man verf\u00e4llt so schnell in die Gewohnheit an einer unbekannten Kreuzung, auf der Suche nach einem Geldautomaten, in die Hosentasche zu greifen, um sich Erleuchtung zu verschaffen. <\/p>\n<p>Doch Erleuchtung gibt es im Ausland normalerweise nur gegen einen absurd-hohen Fantasie-Aufschlag namens &#8222;Roaming&#8220;.<br \/>\nDiese unsch\u00f6ne Geb\u00fchr wanzt sich \u2013 trotz ihrer Schwere zu Beginn unbemerkt \u2013 in Form von exponentiellen Multiplikatoren an die ohnehin vergoldeten Einsen und Nullen des eigenen Datentarifes an, dass einem das Wort &#8222;Spa\u00df&#8220; schon gar nicht mehr im Wortschatz hausen kann, w\u00e4hrend einem von der hinterher aufgetischten Rechnung noch die Eingeweide schmerzen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/farm9.staticflickr.com\/8448\/8008181038_73f2d5b4b7_b.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend es inzwischen zumindest im europ\u00e4ischen Umland halbwegs bezahlbare Daten-Optionen gibt, schaut der USA-Reisende einfach nur in die R\u00f6hre, jedenfalls bei meinem Anbieter: der Telekom. Dort darf ich mir gn\u00e4digst, mit einem Strafbetrag von 14,95\u20ac einen &#8222;Travel &#038; Surf Pass S&#8220; f\u00fcr die USA klicken. Von &#8222;surfen&#8220; kann hier eigentlich keine Rede sein. <\/p>\n<p>Korrekterweise w\u00e4re wohl &#8222;Travel &#038; Slip&#8220;, denn ein kurzes &#8222;Rutschen&#8220; ist das passendere Sinnbild f\u00fcr 10MB. Immerhin gibt einem die Telekom 24 Stunden Zeit einmal seine E-Mails abzurufen, 2 Fotos bei Twitter hochzuladen und vielleicht noch bei einer Maps-App zu gucken, auf welcher Seite man den Flughafen verlassen hat, bevor es dann f\u00fcr ein Runterladen des PDFs seiner Hotelreservierung aus der Dropbox nicht mehr reicht &#8230; dieser &#8222;Pass S&#8220;.<\/p>\n<p>Die Alternative war per Google gefunden: AT&#038;T, einer der gr\u00f6\u00dften Netz-Provider der Staaten, bietet einen Pay-as-you-go-Tarif an \u2013 bei uns ist sowas als &#8222;Prepaid&#8220; bekannt. Einfach reinwackeln in den Store, freundlich seine Kreditkarte durch den Schlitz ziehen, ein Autogramm geben und dann winkt sie, die goldene SIM-Karte mit dem amerikanischen Akzent. <\/p>\n<p>Leider war diese Verhei\u00dfung aber auch mit zahlreichen Hinweisen verbunden, die dem Briefing eines Geheimagenten gleichen. Man solle blo\u00df nicht sagen, dass man ein iPhone besitzt, es gar vehement verneinen und solle sich irgendwas zusammenflunkern von einem Nokia Lumia und dass man es noch auf dem Zimmer und nicht dabei habe. Sonst w\u00fcrde einem die hei\u00dfersehnte SIM-Karte leider wieder hinter den Wall des Schlaraffenlandes verbannt.<\/p>\n<p>Nachdem man dann mit seinem frisch gewonnenen Kundeberater vermutlich noch ein, zwei Schn\u00e4ppschen getrunken hat, um den Armen Flachbildschirm-R\u00fcckseitenberater gef\u00fcgig zu machen, m\u00fcsse man im schlimmsten Fall noch die Karte auf Micro-SIM-Gr\u00f6\u00dfe zurechtstutzen und anschlie\u00dfend sich den APN des Providers auf eigene Gefahr zurechtzimmern. Puh \u2026 also auf jeden Fall ein Teppichmesser, eine Micro-Sim-Schablone und schauspielerische F\u00e4higkeiten mit den Koffer packen, sowie hoffen, dass man in den Recall kommt.<\/p>\n<p>Nun, ich kann euch beruhigen: Die Zeiten der Winkelz\u00fcge scheinen zum Gl\u00fcck vorbei. Inzwischen ist es kein Problem mehr sich als Reisender eine Prepaid-SIM von AT&#038;T zu besorgen. Was es kostet, was es zu beachten gilt und wie genau es bei mir gelaufen ist, gibt\u2019s ausf\u00fchrlich im n\u00e4chsten Blogpost.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie abh\u00e4ngig man von einigen Dingen ist, merkt man bekanntlich erst, wenn sie mal nicht mehr da sind. Eines dieser Dinge ist bei mir das Internet auf meinem Handy. 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