{"id":18,"date":"2012-09-25T18:04:31","date_gmt":"2012-09-25T16:04:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.graphorama.de\/blog\/?p=18"},"modified":"2018-05-20T23:07:26","modified_gmt":"2018-05-20T21:07:26","slug":"mobiles-internet-in-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.graphorama.de\/blog\/mobiles-internet-in-den-usa\/","title":{"rendered":"Mobiles Internet in den USA"},"content":{"rendered":"<p><em>Disclaimer: Dieser Blogpost spiegelt die Situation bei AT&#038;T im September 2012 wieder.<\/em><\/p>\n<p>Wer in den USA auf sein Hosentaschen-Internet nicht verzichten m\u00f6chte, muss sich nicht in horrende Roaming-Geb\u00fcren st\u00fcrzen. Die L\u00f6sung: SIM-Karte eines hiesigen Anbieters beschaffen. Prepaid-Angebote gibt es inzwischen in brauchbaren Paketen zu (subjektiv) angenehmen Preisen. <a href=\"http:\/\/www.alexander-kurz.de\/2011\/07\/30\/usa-urlaub-mit-dem-iphone-wie-man-ein-freigeschaltetes-iphone-mit-einer-att-gophone-prepaid-sim-nutzen-kann\/\">Bisher<\/a> waren iPhone-Besitzer aber gezwungen seltsame Winkelz\u00fcge durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Wie bereits im <a href=\"http:\/\/www.graphorama.de\/blog\/vom-mobilen-rutschen\/\">letzten Blogpost zu diesem Thema<\/a> erw\u00e4hnt, bin ich kein gro\u00dfer Freund davon irgendwelche Flunkereien durchf\u00fchren zu m\u00fcssen, um mir eine SIM-Karte f\u00fcr $50 verkaufen zu lassen, die am Ende auch m\u00f6glichst funktionieren sollte. Also beschloss ich, dass es genug AT&#038;T Stores gibt, um erst mal den naiven Tourist zu spielen, der sie doch einfach nur mit etwas Geld bewerfen m\u00f6chte, um sein geliebtes Internet wieder dabei zu haben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>The Buying Experience<\/h2>\n<p>Gesagt, getan \u2013 nach 25 Minuten Fu\u00dfweg von unserer Wohnung erreichten wir den ersten AT&#038;T Store und wurden von einer \u00fcberaus gut gebrieften und engagierten Mitarbeiterin (an dieser Stelle sch\u00f6ne Gr\u00fc\u00dfe an Juanita) empfangen. Ich sagte mein Spr\u00fcchlein auf. &#8222;We are looking for a prepaid data plan for our iPhones!&#8220;, kreuzte alle Finger und biss die Z\u00e4hne zusammen \u2026 als ich wieder blinzelte, wurden wir \u00fcberraschenderweise nicht, mit ausrangierten Android-Telefonen beworfen und vor die T\u00fcre gejagt, sondern l\u00e4chelnd mit einem &#8222;Thats no problem&#8220; in die &#8222;Buying Experience&#8220; \u00fcberholfen. Inzwischen ist auch der Begriff &#8222;Prepaid&#8220; in den USA gel\u00e4ufig, den sperrigen Begriff &#8222;Pay as you go&#8220; kann man also als &#8222;Legacy&#8220; verbuchen.<\/p>\n<p>Der Vorgang geht schnell und unkompliziert \u2026 nicht mal eine Photo-ID (z.B. F\u00fchrerschein oder Reisepass) ist daf\u00fcr n\u00f6tig. Zur Option steht in den GoPhone-Tarifen von AT&#038;T nur ein $25 teures Paket f\u00fcr 250 Gespr\u00e4chsminuten und endlose SMS ins amerikanische Netz(!), wenn man ein Daten-Paket dazu m\u00f6chte. Letztere gibt es in Geschmacksrichtungen von 50MB ($5), 200MB ($15) und dem sinnvollen 1GB ($25). Je nachdem wie lange man in den USA ist, kann sich das 200MB Paket noch lohnen, man sollte aber bedenken dass man in der Fremde wesentlich mitteilungsbed\u00fcrftiger in Form von Fotos ist und sich tendenziell mehr draussen und damit ab vom WLAN aufh\u00e4lt. Die eigene Verbrauchstatistik von zuhause, sollte man also locker x 2 rechnen. Mit $50 (zum Zeitpunkt dieses Posts etwa 38\u20ac) ist man also gut versorgt f\u00fcr reichlich Internet, Kartennutzung und Bilder-hochladen. Als Richtwert: Nach 5 Tagen &#8222;Back in Business&#8220; sind bei mir bereits 100MB durch die Leitung geflossen.<\/p>\n<h2>Kein Pony ohne Pferdefu\u00df: Die APN Konfiguration<\/h2>\n<p><img src=\"http:\/\/farm9.staticflickr.com\/8038\/8012450275_61aa5b3ffd_c.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Das Konfigurieren des APN (damit das Telefon wei\u00df, wo es seine Daten herbekommt) ist leider immer noch notwenig. In unserem Fall war &#8222;Juanita&#8220; aber bereits von sich heraus emsig dabei unsere Telefone einzufordern, um uns alles korrekt und vor unseren Augen nachvollziehbar zu konfigurieren.<\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/farm9.staticflickr.com\/8034\/8012450151_754c2abbaf_c.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Sollte man das Pech haben nicht in diesen Luxus zu kommen, sollte man vor allem eines parat haben: WLAN. Ohne APN-Profil macht die neue SIM-Karte n\u00e4mlich nur dieses &#8222;Telefonieren&#8220;, somit erreicht man die Webseite nicht, die einem das vorkonfigurierte APN-Profil auf das Telefon installiert. Unter dem etwas b\u00f6se-klingenden Namen <a href=\"http:\/\/www.unlockit.co.nz\/unlockit\/\">Unlockit.co.nz<\/a> ist besagte Page zu erreichen, die sich am iPhone sogar als Web-App pr\u00e4sentiert. Unter &#8222;Mobile Settings&#8220; ist <strong>&#8222;US &#8211; AT&#038;T (PAYG)&#8220;<\/strong> die richtige Wahl. <\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/farm9.staticflickr.com\/8314\/8012449915_b985209333_c.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<h2>Account-Seite und das Aufladen-Prozedere<\/h2>\n<p>Nun das WLAN deaktivieren \u2013 und da war es dann, das gelobte &#8222;Luft-Internet&#8220;.<br \/>\nDaten- und Freiminuten-Guthaben sind von nun an 30 Tage g\u00fcltig und m\u00fcssen danach neu aufgeladen werden. Dies geht entweder per Guthaben-Karten aus dem AT&#038;T Shop oder per Hotline und Webseite mit der Kreditkarte. Die Account-Info-Webseite f\u00fcr GoPhone Kunden erreicht man unter <a href=\"https:\/\/www.paygonline.com\/websc\/index.jsp\">www.paygonline.com<\/a>. Hier loggt man sich mit seiner Telefonnummer und einem Code ein, den man hier per SMS anfordert. Um dies zu tun, scheut nicht auf den Punkt &#8222;<a href=\"https:\/\/www.paygonline.com\/websc\/ForgotPassword.do\" target=\"_blank\">Forgot your passwort?<\/a>&#8220; zu klicken.<\/p>\n<p>Wir hatten Probleme im nun folgenden Registrations-Prozess den Bundestaat auszuw\u00e4hlen. Wenn ihr auch in dieses Problem lauft, gibt es leider nur die M\u00f6glichkeit sich \u00fcber die 611 zum &#8222;Customer Service&#8220; verbinden zu lassen und diese Daten etwas umst\u00e4ndlich verbal \u00e4ndern zu lassen.<\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/f.cl.ly\/items\/001L0s242v2w0o2s0R3d\/att1.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>In seiner Account-\u00dcbersicht sieht man nun seinen Telefon-Tarif und weiter unten sein hinzugebuchtes Daten-Paket. Rechts f\u00fcllt man sein &#8222;Main Account Balance&#8220; mit Geld auf, dieses kann dann wieder in die &#8222;Grundgeb\u00fchr&#8220; f\u00fcr den n\u00e4chsten Monat oder neue Datenpakete umgesetzt werden. Wer wirklich eine l\u00e4ngere Zeit in den USA bleibt kann sich wahlweise auch ein Auto-Renewal \u00fcber seine Kreditkarte aktivieren und muss somit nicht monatsweise daran denken.<\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/f.cl.ly\/items\/1Y2v1l1S0P0F2U2H251b\/att_0001_att2.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Unter &#8222;Buy Feature Package&#8220; kann f\u00fcr den neuen Monat ein frisches Paket Einsen und Nullen erworben werden. Wer nicht mal mit 1GB auskommt, kann sich nach Aufbrauchen des Daten-Kontingents das Paket auch im laufenden Monat erneut buchen \u2013 zumindest laut AT&#038;T Customer Service. Da mir dies noch nicht passiert ist, kann ich das leider nicht aus erster Hand best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Bleibt noch die Gretchen-Frage nach Teathering. Nun \u2026 das kann man sich leider verreiben, sofern man nicht auf einen Jailbreak zur\u00fcckgreift, von dem ich pers\u00f6nlich nur abraten kann. AT&#038;T bietet zum Zeitpunkt dieses Blogposts leider keinerlei Option an in Prepaid-Tarifen diese Option zu buchen. Somit bleibt der eigene Rechner auf WLANs angewiesen. Dem iPad kann man mit der SIM-Karte nat\u00fcrlich tempor\u00e4r Internet verschaffen. Die APN-Prozedur muss dann hier wiederholt werden.<\/p>\n<h2>Zum Schluss noch ein paar handliche Tipps \u2026<\/h2>\n<ul>\n<li>Dienste die SMS-Authentifizierungen senden (z.B. Google 2-Way oder TAN-Nummern, gehen an die deutsche Telefonnummer, wer nicht wechseln will, sollte ein Zweit-Handy parat haben.<\/li>\n<li>Die meisten deutschen Anbieter bieten ein Stilllegen des Vertrages auf Wochenbasis an. Der ruhende Vertrag schont somit den Geldbeutel, verl\u00e4ngert sich aber nach hinten raus. Zu Beachten f\u00fcr iMessage-Nutzer: Kommuniziert eure Apple-ID als Empfangs-Adresse \u2013 eure Telefonnummer ist f\u00fcr die Dauer der Stilllegung nicht mehr per iMessage zu erreichen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Generell f\u00fcr Reisende mit Internet-Heimweh empfiehlt sich \u00fcbrigens dieses Verzeichnis von Daten-Tauglichen SIM-Optionen: <a href=\"http:\/\/prepaidwithdata.wikia.com\/wiki\/Pay_as_you_go_sim_with_data_Wiki\">Prepaid Data Wiki<\/a><\/p>\n<p>Fragen zu diesem Thema gerne in den Kommentaren oder auf <a href=\"http:\/\/twitter.com\/graphorama\" target=\"_blank\">Twitter<\/a> stellen. Ich versuche sie zu beantworten, wenn ich kann.<\/p>\n<h2>Update: Stand der Dinge nach rund einem Monat \u2026<\/h2>\n<p>Inzwischen sind fast 30 Tage rum und ich habe noch einen interessanten Umstand festgestellt:<br \/>\nauch AT&#038;T z\u00e4hlt die verbrauchten Daten in der \u00fcblichen &#8222;Block-Kalkulation&#8220;. In der Regel rechnen die Provider nicht Kilobyte-genau ab, sondern zu Bl\u00f6cken von 100 oder mehr Kb. Sprich: Ruft man seine E-Mails ab und verbraucht dabei 22Kb, wird dennoch nach 60 Sekunden bis 5 Minuten der n\u00e4chstgr\u00f6\u00dfere Block &#8222;eingebucht&#8220;. Das l\u00e4ppert sich nat\u00fcrlich \u00fcber den Monat.<\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/farm9.staticflickr.com\/8183\/8091521982_735fcbeeea_c.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Verbraucht habe ich laut iPhone knapp 300MB, auf der AT&#038;T-Seite habe ich noch 645MB \u00fcbrig.<br \/>\nDamit laufen die Statistiken auf Handy und Webseite ca. 55 MB auseinander.<br \/>\nF\u00fcr den 1GB Data-Plan relativ egal, f\u00fcr den mit 200MB w\u00e4re dies aber schon eine signifikante Anzahl an Kr\u00fcmeln, die am Kontingent knuspern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Disclaimer: Dieser Blogpost spiegelt die Situation bei AT&#038;T im September 2012 wieder. 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